[zurück]

 

Großbrand in Süd in Wüstmark

Anmerkung: Dieser Artikel stammt aus der SVZ vom 11.10.2001

Lagerhalle eines Kunststoffwerks in Flammen / Mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Wüstmark Der Brand einer Lagerhalle der Firma Schoeller Wavin Systems hielt gestern (10 Oktober ca. 16 Uhr) die Stadt in Atem. Eine riesige Qualmwolke zog von Süd in Richtung Dreesch. 100 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Akute Gefahr für Anwohner bestand nach Auskunft der Einsatzleitung nicht.

Die dicken schwarzen Rauchschwaden sind schon aus einigen Kilometern Entfernung am Himmel über der Stadt zu sehen. Auf den Zufahrtsstraßen zum Industriegebiet Wüstmark steht der Verkehr still. Der Dauerton der Martinshörner von den Einsatzfahrzeugen der Rettungskräfte durchdringt die Luft. Nahe der Brandstelle in der Schweriner Straße herrscht Hektik und Gedränge. Neben den Einsatzkräften versammeln sich unzählige Schaulustige. Die Feuerwehrleute jedoch haben Schwerstarbeit zu leisten. Die Hitze des haushohen Flammenmeers ist noch in 20 Metern Entfernung unerträglich.

"Das ist ein abendfüllendes Löschprogramm für uns", prophezeit der Leiter der Schweriner Berufsfeuerwehr Jürgen Rogmann. Gegen 16 Uhr sei der Notruf eingegangen, dass die Schweriner Kunststoff-Fabrik "Schoeller Wavin Systems" brenne. "Als wir kurze Zeit danach vor Ort eintrafen, stand eine riesige Lagerhalle bereits in Flammen. Das Feuer hatte die darin gestapelten Plastik- und Holzpaletten erfasst", berichtet Rogmann.

Der Brandherd wuchs auf eine Fläche von schätzungsweise 100 bis 200 Quadratmetern an. Die Berufswehr erhielt rasch Unterstützung von mehreren Freiwilligen Feuerwehren. Später kam ihnen sogar die Bereitschaftspolizei mit Wasserwerfern zu Hilfe. Gemeinsam konnte das Feuer eingedämmt, zunächst aber noch nicht abgelöscht werden. Es gelang den mehr als 100 Einsatzkräften jedoch, die Ausdehnung des Brandes auf die umliegenden Gebäude zu verhindern. Bedrohlich war die Situation insbesondere für die benachbarten Getreidesilos, die voll in der Windrichtung standen.

Um 20 Uhr war das Feuer vollständig unter Kontrolle. Zur Sicherung der Brandstelle wurde eine Brandwache für die Nacht eingeteilt. Verletzt wurde laut Einsatzleitung niemand.

 

Schweißarbeiten als Brandursache denkbar

Akute Lebensgefahr durch Qualm und austretende Dämpfe bestand für die Anwohner nach Angaben der Einsatzleitung nicht. Allerdings wurden erst Stunden nach Ausbruch des Brandes die Bewohner der Dreescher Stadtteile vorsichtshalber aufgerufen, die Fenster geschlossen zu halten. Denn die Qualmwolke zog in diese Richtung ab.

Zur Brandursache gibt es derzeit nur Vermutungen. Fest steht, dass gestern Schweißarbeiten am Dachstuhl der Lagerhalle durchgeführt wurden, in der das Feuer ausgebrochen war. Diese könnten möglicherweise den entscheidenden Funken ausgelöst haben. Brandermittler werden heute den Ursachen auf den Grund gehen. Zur Schadenshöhe wurden gestern keine Angaben gemacht.

Wegen des Großbrandes bleibt heute das unmittelbar benachbarte Ausbildungszentrum der IHK geschlossen. Außerbetriebliche Azubis und Teilnehmer an überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungskursen sollen sich in ihren Betrieben melden, bat die IHK. AW/bsch

Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften mit moderner Technik gegen das Großfeuer. Unterstützt wurden sie von der Bereitschaftspolizei, die Wasserwerfer einsetzte. 

Foto: Rainer Cordes SVZ

 

 

 

Einige unserer Bilder vom Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[zurück]

 Copyright © 2001 FF Schwerin-Wüstmark