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Anmerkung: Dieser Artikel stammt aus der SVZ vom 13.04.2007
Schwerin (Philip Schroeder)
Denn ganz risikolos war die Entschärfung der Weltkriegs-Bombe nicht gewesen. Sprengmeister Pohl vom Munitionsbergungsdienst musste sich entschließen, den mehr als 60 Jahre alten Aufschlagzünder herauszusprengen: „Das Gewinde war durch den Aufschlag verkantet und außerdem ziemlich verrostet.“
300 Meter betrug der Sperr-Radius um den Fundort der 150-Pfund-Bombe, in diversen Straßen mussten Polizei und Feuerwehr – 150 Männer und Frauen waren im Einsatz – nach Angaben der Stadtverwaltung von 7.30 Uhr an 168 Schweriner evakuieren.
„Ach, das macht nichts. Wenn ich von der Arbeit komme, ist das ja vorbei“, so Mutter Andrea Z., die mit Sohn Jan-Erik vor der Haustür den Polizisten und Feuerwehrleuten begegnete. Nicht immer lief es so glatt: Hinter einer Wohnungstür schallte es: „Ich stehe noch nackt unter der Dusche…“ Das Rote Kreuz beförderte Kranke in das Klinikum, Anwohner konnten außerdem Busse des Nahverkehrs nutzen. Die Stadt hatte die Sporthalle in der Ratzeburger Straße für die Betroffenen hergerichtet. Name um Name hakten die Einsatz-Teams die Einwohnerlisten ab. Jürgen Rogmann, Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes, war mit dem Ablauf zufrieden: „Das Zusammenspiel zwischen Berufsfeuerwehr, freiwilligen Wehren, Polizei und weiteren Einsatzkräften hat optimal funktioniert.“ Auch Oberbürgermeister Norbert Claussen, der sich seit Mittwochabend – gegen 17.30 Uhr war die Bombe bei Bauarbeiten gefunden worden – ständig über die Situation und die Vorbereitungen informiert hatte, lobte die Aktion und zeigte sich „erleichtert, dass niemand zu Schaden gekommen ist“.
„Beginne in fünf Minuten mit der Entfernung des Zünders“, kündigte Sprengmeister Pohl schließlich an. Polizeisprecher Klaus Wiechmann verteilte noch eine Runde Weingummi als Nervennahrung – dann rumste es auch schon. Sprengmeister Pohl: „Man muss immer damit rechnen, dass etwas schief gehen kann.“ Aber die spezielle Sprengvorrichtung riss Zünder und Zündladung aus der Bombenspitze – ohne dass die 40 Kilo TNT dahinter explodierten und den anderthalb Zentimeter dicken Stahlmantel der Bombe in einen Splitter-Regen verwandelten. Nachdem Burkhard Pohl in der drei Meter tiefen Baugrube das Ergebnis der Sprengung kontrolliert hatte, berichtete er: „Das war schwieriger als gewöhnlich.“
Bilder von uns oder von der der FF Mitte
Die Bombe am Fundort

Der Sanitätszug des DRK Schwerin im Bereitstellungsraum
Feuerwehr Wüstmark während der Evakuierungsmaßnahmen
Ein Fernsehteam das unsere Arbeiten begleitete.( im Vordergrund unser Wehrführer Kam. Michael Braun)
Die Löschgruppenfahrzeuge im Bereitstellungsraum: FF Wickendorf (LF 16-TS), FF Wüstmark (LF8/6) , FF Warnitz (LF16/12) v.l.n.r.
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