Wie die Feuerwehr zu ihrem Namen gekommen ist !

In der guten alten Zeit, als auf der Welt noch alles in Ordnung war, hatten die Leute noch ein zufriedenes Leben. Der liebe Gott saß die meiste Zeit mit Petrus und Gabriel und Michael zusammen und spielte „Doppelkopf“! Auch auf der anderen Seite saßen der große Teufel und seine kleinen Artgenossen und spielten „siebzehn-un-vier“ oder „Schummellieschen“. Aber ab und zu juckte dem Teufeln das Fell, sie mussten dann immer ein wenig Remmidemmi machen. Wenn Sie dann so draußen rumliefen, ging hier ein Strohkaten, dort ein Kleiner Holzhaufen in Flammen auf. Da hatten die Teufel ihren Spaß dran. Jedes Mal schickte der liebe Gott seine Leute los, das Feuer zu löschen. Die Teufel machten das aus reinem Spaß, bloß damit die andere Seite nicht still und zufrieden ihren “Doppelkopf“ zuende spielen konnte.

Zuletzt hatte Petrus keine Lust mehr zum Kartenspielen, er saß immer an seiner Tür, und wenn er Rauch sah, rief er immer lauthals: “FEUER, FEUER!“, und dann sausten alle Mann los zum löschen.

Nun waren sie alle etwas älter und träger geworden, von dem gemütlichen Leben, und das ging nicht immer gut. Aber einen hatten sie immer dabei, der hieß Florian, das war ein ganz flinker, hübscher, junger Kerl - man sagt das, er die hundert Meter in 7,8 Sekunden laufen konnte, aber einige meinten das er hierbei eine Abkürzung nehmen würde! - Wenn Florian den Petrus „Fez...“ rufen hörte, war er längst zur Tür heraus, und eine gute Nase hatte er auch, er könnte den Rauch auch im Dunkeln riechen, und schnell hat er das Feuer gefunden und auch gleich aus gemacht. Und meistens kam er schon wieder zurück, wenn die anderen erst

loslaufen wollten, und dann sagte er :“Dat Füer wär mol, dat is wedder ut!“ (Das Feuer war mal, das ist wieder aus!)

Zum Anfang wollten sie es gar nicht glauben, aber wenn sie nachsahen, war es tatsächlich gelöscht. So ging es eine ganze Weile, jedes Mal das Selbe: Flörian kam ihnen allen entgegen, gerade als sie ausrücken wollten, und sagte: „Dat Füer wäär, dat is nich mehr!“

Mit der Zeit haben sich alle daran gewöhnt, und wenn Petrus sein „Feuer Feuer“ schrie, blieben sie sitzen und spielten weiter Karten. Und weil Florian noch ein so junger Bengel Bengel war, kannten die meisten ihn nicht beim Namen, sie nannten ihn nur „Füer wäär“! Meistens wiedersprach er ihnen auch nicht, denn er war noch ein wenig schüchtern zu jener Zeit. So kam Flörian zu seinem Spitznamen und wenn es wieder irgendwo brannte, sagten sie bloß: „Laß das „Füer wäär“ man machen, das kann er am besten!“

Diesen Spitznamen haben die Menschen übernommen, sie nannten die Leute, die beim Feuer zum löschen gleich losrennen, ganz einfach „Füer wehr“ (Feuerwehr)“. Und so heißen sie heute noch.

Und die Stimme von Petrus, die ganz laut aus seinem großen Brustkasten herauskam und dann vor Aufregung immer höher stieg und sich beinahe überschlug, bis ihm zuletzt die Puste wegblieb, die haben die Menschen auch nachzumachen versucht, aber mit ihrem Mund konnten Sie dieses jedoch nicht so richtig. Da haben sie sich hierfür Sirenen gebaut. Aber ganz so laut wie die Stimme von Petrus sind diese auch nicht.

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