Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Wüstmark
Es gibt keinen urkundlichen Nachweis über ein Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Wüstmark. Erinnerungen älterer Einwohner und Inschriften im ehemaligen 1884 erbauten Gerätehaus deuten darauf hin, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Feuerwehr in der damaligen Gemeinde Wüstmark im Jahr 1883 gegründet worden sein muss.
Ältere Einwohner sagen übereinstimmend aus, dass die Freiwillige Feuerwehr Wüstmark sich im Jahre 1933, mit der Machtübernahme des Faschismus, eigenständig aufgelöst hat. Nur wenige Dinge der damaligen Zeit sind erhalten und zeugen von den Aktivitäten der damaligen Kameraden.
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Die Kameraden nach Auflösung der Wehr 1933. Das wohl einzige Bild aus der damaligen Zeit. |
Mit dem im Jahre 1963 erfolgten Zuzug des ehemaligen Leiters des Kommandos Feuerwehr Schwerin (heutiger Ehrenwehrführer der FF Wüstmark) Hauptmann Karl-Heinz Rönke, lebte unter seiner Führung die FF Wüstmark am 23. August 1963 neu auf. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Wehr sieben Mitglieder. Als Ausrüstung stand sofort ein älterer normbestückter Tragkraftspritzenanhänger TSA-TS8 zur Verfügung. Erst im Frühjahr 1965 stieg die Mitgliederzahl auf 12 Kameraden. In den Folgejahren stabilisierte sich die Mitgliederzahl. So liegt die Personalstärke der Wehr seit 1968 beständig bei 30 Kameraden. Von 1971-1973 bestand eine leistungsstarke Frauengruppe.
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Die FF-Wüstmark im Jahr 1976. (v.l.n.r.: Klaus-Dieter Barkowski, Walter Riegner, Peter Borchert, Gerhard Riegner, Petra Barkowski, Jürgen Braun, Karl-Heinz Rönke, Rainer Riegner †, Evelyn Elfert, Reinhold Bell †, Peter Bell †, Wilfried Elfert) |
Am 04. Februar 1970 wurde, aufgrund der Eingliederung der Gemeinde Wüstmark in die Stadt Schwerin, auch die FF Wüstmark dem Wirkungsbereich Schwerin zugeordnet.
1978 erlebte die Wehr einen weiteren Höhepunkt. In fast 5500 Arbeitsstunden errichteten die Kameraden in Eigenleistung das jetzige Gerätehaus mit einer Grundfläche von ca. 200 qm. Über die Jahre wurden einige Umbauten und Renovierungsarbeiten vorgenommen. So erhielt das Gerätehaus 1998 neue Hallentore und 1999 neue Fenster verbunden mit einem neuen Anstrich im Gerätehaus. Das Wüstmarker Gerätehaus ist wohl eines der schönsten in der Landeshauptstadt Schwerin. Bilder vom Neubau
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Blick auf unser Gerätehaus im schneereichen Winter 1979. |
1978 wurde die Wehr mit einem Löschfahrzeug LO (LF-TS8-STA) ausgerüstet. Am 24. November 1990 konnte der damalige Ortswehrführer, Karl-Heinz Rönke, ein Löschfahrzeug LF 16 von der Partnerstadt Wuppertal entgegennehmen. Am 14. August 1999 wurde das sehnlichst erwartete neue Löschfahrzeug LF 8/6 Allrad übergeben, welches das alte LF 16 ersetzt hat.
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Die Jugendgruppe der FF-Wüstmark im Jahr 1986. (v.l.n.r.: Sven Koch, Torsten Friedrich, Oliver Pöhl, Wolbert de Groot, Andres Leonhard, Mario Koch, Matthias Friedrich, Volker Joost, Silvio Sikorski) |
Seit der Neugründung der FF Wüstmark war das Einsatzgeschehen in Wüstmark relativ ruhig. Die spektakulärsten Einsätze waren der Brand der Schulscheune 1965 und Brand eines Rinderstalles 1971 mit 100000 Mark Schaden. 1976 brannten 500 Bunde Schilfrohr mit 1000 Mark Schaden und Stallbrand bei Fam. Kubin mit 3000 Mark Schaden. Auch nach der Wende war das Einsatzgeschehen als eher ruhig einzustufen. Im November 1993 wurden die Kameraden zu Löscharbeiten an der Diskothek „Schwalbennest“ in Mueß eingesetzt und 1995 zum Großbrand am Güterbahnhof. Die Wüstmarker Wehr wurde u.a. am Herrentag 1995 zum Großbrand der Firma Josch und 1996 zu einem großen Freiflächenbrand ins Siebendörfer Moor gerufen. Im Jahr 1999 rückten die Kameraden zum Großbrand einer ehemaligen GUS Kaserne aus. Dabei wurde das neue LF 8 eingeweiht. Das Jahr 2001 bescherte gleich zwei spektakuläre Großeinsätze. Zum einem den Brand in der Diskothek "Gummibärchen" am 29. März. Noch größer war der Brand am 10. Oktober. Es brannte die Lagerhalle eines Kunststoffwerkes.
Hinzu kamen viele Male die Besetzung der Hauptfeuerwehrwache, wenn die Berufsfeuerwehr zu längeren Einsätzen ausrücken musste.
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Einige Kameraden der FF-Wüstmark in historischer Einsatzbekleidung und mit alter Feuerwehrtechnik vor dem Festumzug zur Schweriner 825 Jahr Feier 1985. (v.l.n.r.: Günther Kriewald, Wilhelm Sikorski, Rainer Riegner †, Manfred Stanneck, vorn auf dem Kutschbock Wilhelm Dahl) |
Von 1966 an bis in die heutige Zeit kann die Feuerwehr Wüstmark auch auf beachtliche Erfolge in Kreis-, Bezirks-, Stadt- und Landesausscheiden verweisen. So konnten meist vordere Plätze errungen werden. Diese Tradition soll natürlich auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, weil nicht zuletzt auch Wettkämpfe die Leistungsbereitschaft der Wehr wiederspiegeln. (siehe Wettkämpfe)
Schnappschüsse vom Bau des Gerätehauses
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Kurz nach der Grundsteinlegung, Beginn der Maurerarbeiten. |
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Aufsetzen eines Fenstersturzes. |
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Der Dachstuhl kurz nach dem Richtfest. |
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